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Hallo zusammen,
ich kenne viele Jugendliche, die in der Schule Turbo-Pascal, Delphi oder Visual-Basic hatten. Nicht einer von ihnen konnte mir dbzgl. ein halbwegs fertiges und selber erstelltes Programm vorzeigen.
Wer jedoch z.B. in meinen XProfan-Programmierkursen etwa ein halbes Jahr durchhält (ca. 2 bis 3 Wochenstunden) bzw. es mit mir altem Zausel so lange aushält, der kann spätestens nach dieser Zeit mit XProfan sein erstes richtiges Windows-Programm schreiben. Nach ungefähr einem halben Jahr brauchen die Schüler meine Hilfe beim Programmieren eigentlich gar nicht mehr ständig, weil sie ihre Fragen meist mit der XProfan-Hilfe und dem XProfan-Manager oft selber beantworten können, bzw. sie diese xprofanen Problemchen untereinander in der Gruppe klären.
Einige müssen zwar in der Berufsausbildung auch andere Programmiersprachen erlernen bzw. ein bißchen reinschnuppern, doch bis jetzt ist jeder von denen XProfan im Prinzip treu geblieben, weil es eine einfachere Windows-Programmiersprache definitiv nicht gibt! Ich glaube zu wissen, daß ich hier nicht wie ein Blinder über die Farben des Regenbogens rede, denn vor meiner xprofanen Zeit mußte ich mich zwangsläufig während einer mehrjährigen Zusatz-Qualifizierung mit TPW, Pascal, C und Assembler vertraut machen.
Das größte Handycap erscheint mir nach wie vor zu sein, daß XProfan in der allemeinen Öffentlichkeit so wenig bekannt ist. Ich habe aber auch keine Ahnung, wie man das Schritt für Schritt ändern könnte. Lange Zeit habe ich gedacht, daß XProfan sich nicht zuletzt durch meine Programmierkurse wenigstens an den Schulen unseres Territoriums durchsetzen könnte. Doch diese Hoffnung ist inzwischen ja auch schon fast 15 Jahre alt, und diesbezüglich hat sich da seitens der Schulen so gut wie gar nichts getan. Diese fahren nach wie vor ihren Senkel mit Turbo- bzw. Borland-Pascal und Logo für DOS.
Ein bißchen scheint hier vermutlich auch die Tatsache eine Rolle zu spielen, daß RGH "nur" ein 1-Mann-Unternehmen ist und XProfan weitestgehend ein Hobby-Projekt. Ich möchte hier keinesfalls den Teufel an die Wand malen, aber für etwas weiter Außenstehende stellt sich zwangsläufig die Frage, was passiert eigentlich mit der Weiterentwicklung von XProfon, wenn Roland irgendwann mal z.B. gesundheitlich etwas Ernsteres zustößt (was ihm natürlich keiner von uns wünscht). Wäre dann die jahrelange Beschäftigung bzw. Arbeit an XProfan-Projekten für die Katz' usw.? Für mich stellt sich diese Frage nicht, weil Roland und ich exakt gleichaltrig sind. Für jüngere Leute, besonders Schüler, Jugendliche und Studenten könnte ich mir durchaus vorstellen, daß diese Frage(n) bedeutsamer für oder gegen die Entscheidung sein kann, sich mit der Programmiersprache dauerhaft als 1. Wahl zu beschäftigen. Eine Patentlösung habe ich hierfür jedoch auch nicht in der Hinterhand.
Viel mehr wie "wackeln" und ständig an der Weiterentwicklung von XProfan arbeiten - das kann Roland eben auch nicht. Und viel mehr, als das, was hier als XProfan-Community entstanden ist, ist unsererseits bald auch nicht mehr möglich.
Ideal wäre es, wenn möglichst bald eine namhafte Firma XProfan international vermarkten würde. Ganz ideal natürlich wäre da Microsoft: XProfan als Scriptsprache gleich mit jedem Windows ausliefern, ähnlich wie zu DOS-Zeiten QBasic. Oder namhafte PC-Hersteller legen "XProfan FREE" gleich als kostenlose Zugabe ihren PCs bei. Auch wenn Roland dafür pro verkauftem Windows oder pro PC nur 1 Cent oder gar 0 Cent an Lizenzgebühren erhalten würde. Doch auf Dauer würde sich das trotzdem auch für Roland rechnen, denn den Compiler gäbe es ja dann trotzdem nicht für lau.
Doch dazu müßte Roland vorher endlich mal über seinen eigenen Schatten springen und aus XProfan FREE die Einschränkungen rausnehmen, wie maximal 1999 Codezeilen, 499 Variablen pro Typ und fehlende Datenbankunterstützung (das ist das, was ich bis jetzt an Einschränkungen rausgefunden habe). Ob dieser Weg dann XProfan zur Weltherrschaft verhilft, kann vorher natürlich auch keiner garantieren. Doch wenn man das gar nicht erst versucht, dann steht es fest wie das Amen in der Kirche, daß es damit nicht klappen wird. Auf alle Fälle würde ich mir an Rolands Stelle inzwischen öfters mal die Frage stellen, ob das relativ kleine und international recht namenlose 1-Mann-Unternehmen JDS auf Dauer wirklich der beste und einzig mögliche Vertriebspartner ist. Man sollte vielleicht auch mal versuchen, XProfan in die Regale solcher Ketten wie SATURN, Expert & Co. zu bekommen - oder vielleicht mal eine Werbe-Aktion über die Ramsch-Tische von Aldi, Lidl, Plus & Co. versuchen hinzukriegen.
Daß wir hier in der Lausitz eine Art regionales Zentrum oder Anlaufstelle für XProfan sind, das interessiert bundesweit oder international eh' keine Maus.
Der einzige Mangel, den ich an XProfan entdecken kann ist der, daß es bundesweit und international in der breiten Öffentlichkeit nach wie vor zu unbekannt ist und demzufolge leider von der Masse der Michels auch nicht als vollwertige Windows-Programmiersprache akzeptiert wird - leider!
Wer erst einmal so richtig XProfan-Luft geschnuppert hat, der bleibt in der Regel bei XProfan und wird ohne Not nicht anderswo hin wechseln. Das sehe ich doch ständig nicht zuletzt auch an unseren MMJ-Jugendlichen. So blöde, dumm und hirnlos sind unsere heutigen Jugendlichen auch nicht, daß sie sich z.B. von mir als inzwischen wahrscheinlich recht senilem Uralt-XProfan-Hörnchen eine xprofane Mogelpackung unterjubeln lassen würden. Das ist doch eigentlich der allerbeste Beweis dafür, daß XProfan ein hervorragendes Qualitätsprodukt ist, mit dem sich Roland meiner bescheidenen Meinung nach auch auf dem internationalen Markt nicht verstecken muß!
Wer seinen Kopf nicht nur zum Haareschneiden auf dem Hals sitzen hat, der kommt mit XProfan als Programmiersprache auf alle Fälle zurecht (was man von namhafteren und bekannteren Programmiersprachen keinesfalls behaupten kann) - ganz unabhängig davon, ob der Kopf erst 8 Jahre, oder bereits 80 Jahre lang auf dem zugehörigen Hals sitzt.
Wenn mir vor 15 Jahren jemand prophezeiht hätte, daß ich irgendwann mal sogar Achtjährigen erfolgreich die Grundbegriffe des Programmierens mit (X)Profan beibringen würde, dann hätte ich vermutlich mit einer Gegenfrage gekontert: "Welche Droge hast Du denn gerade genommen? Denn sowas halte ich für völlig unmöglich!".
Falls Roland jemals eine größer angelegte XProfan-Werbe-Aktion starten sollte, wäre ich durchaus dazu bereit als überzeugter XProfaner eine Art "Leitartikel" (oder was auch immer) zur Unterstützung der Aktion zu schreiben und auch öffentlich mit meinem Namen, Adresse usw. dazu zu stehen!
Mist! Schon wieder habe ich hier ein kilometerlanges Posting fabriziert! Eigentlich wollte ich mir das ja nach und nach abgewöhnen, weil sich meine hier mitlesenden Jugendlichen ständig darüber amüsieren ... Aber wahrscheinlich schaffe ich es eher, endlich das Rauchen aufzugeben, als meinen Senf "kilometerlang" immer dann dazu zu geben, wenn es um XProfan und seine weitere Verbreitung geht ...
XProfan ist suchtgefährdend betrachtet sehr viel, viel schlimmer als Nikotin, Alkohol, Hasch & Co. zusammengenommen!
XProfan ist schlicht und einfach eine Sucht! Wer erst einmal richtig xprofane Luft geschnuppert und XProfan einigermaßen verstanden hat, der kommt im irdischen Leben garantiert nie wieder von diesem Trip runter!
Gruß Dietmar
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